Das
Jazzkollektiv Berlin
"In Berlin organisiert sich der junge Jazz im Kollektiv." (Jazzthetik)
"Gegen den schmierigen Fahrstuhlsound." (TAZ)
Das Jazzkollektiv Berlin besteht aus den Berliner Jazzmusikerinnen und Jazzmusikern Almut Kühne, Evi Filippou, Felix Wahnschaffe, Gerhard Gschlössl, Isabel Anders, Johannes Lauer, Philipp Gropper, Marc Schmolling, Ronny Graupe, Taiko Saito und Wanja Slavin.
Seit 2007 veranstaltet es Festivals und Konzertreihen.
Zu den eingeladenen Gästen gehören so unterschiedliche Charaktere wie
Pierre Borel,
Axel Dörner,
Kati Brien,
Olaf Rupp,
Christian Lillinger,
Kathrin Pechlof,
Yelena Kuljic,
Hayden Chisholm,
Ben Kraef,
Antonis Anissegos,
Frank Möbus,
Lucia Cadotsch,
Tobias Delius,
Shannon Barnett & David Helm,
Cansu Tanrikulu,
Aki Takase,
Miako Klein & Brad Henkel,
Magda Mayas & Tony Buck,
Lina Allemano,
Christopher Dell,
Jakob Anderskov,
Liz Kosack & Dan Peter Sundland,
Conny Bauer,
Kresten Osgood,
Andreas Tschopp,
Jim Black,
Georg Pfister,
Lucy Railton & Kit Downes,
Alexander von Schlippenbach,
Felix Henkelhausen,
Eponj,
Elisabeth Coudoux,
Antonio Borghini,
Isabel Rößler,
Julia Biłat,
Clara Vetter,
Vesna Pisarović und
Maria Portugal.
Ob "die Kollektiv Nights auch dem JazzFest den Rang als wichtigstes Berliner Jazz-Ereignis streitig machen könnten" (Tobias Richtsteig) bleibt abzuwarten bzw. auch nicht. In jedem Fall sind sie ein Ort an dem der einzigartige Fall eintritt, dass Musiker sich gegenseitig zuhören kommen, und an dem weit abseits von Mainstream und Kommerz "mit Herz im Hemd und Arsch in der Hose" zur Freude eines wachsenden Publikums aller Altersklassen aktueller Jazz gemacht wird.
Die Mitglieder

Almut Kühne
Kühne, die aus einer Künstlerfamilie stammt, erhielt ab dem siebten Lebensjahr Klavierunterricht. Im Alter von 16 Jahren begann sie, Gesangsunterricht zu nehmen. Sie studierte bis 2008 am Jazzstudiengang der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin.
Kühne gehörte 2005 zum Berliner Jugend-Jazz-Orchester unter Leitung von Nicolai Thärichen, mit dem sie am World Forum of Sacred Music in Los Angeles teilnahm. Mit Georg Graewes Ensemble sonic fiction konzertierte sie bei den Nickelsdorfer Konfrontationen und beim Total Music Meeting. Sie trat im Duo mit Gebhard Ullmann bzw. Anthony Coleman auf sowie in Combos und weiteren Großformationen. Mit Johanna Borchert und Antonis Anissegos sowie den Videokünstlern Benjamin Schindler und Markus Glandt betreibt sie das Projekt Dowland Waters.
Unter eigenem Namen hat Kühne zwei Alben bei Unit Records veröffentlicht. Weiter war sie an einer CD-Produktion von Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Dresdner Kammerchor und dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Riccardo Chailly beteiligt. Zudem hat sie Vokalwerke von Graewe, John Cage, Luigi Nono, Helmut Lachenmann, Ondrey Adamek und Michael Edward Edgerton interpretiert. Zu hören ist sie u. a. auch auf Peter Ehwalds Album Septuor de grand matin (2019).
Außerdem kreierte Almut Kühne eine sechs-kanalige Soundcollage als integrales Element der Videoskulptur Candelabro (Werner Klotz, basierend auf einer Idee Sebastian Mendes), die dem Gedenken an Aristides de Sousa Mendes gewidmet ist und 2021 im Museu Nacional Resistencia e Liberdade von Fortalezza de Peniche, 2022 im Nationalen Pantheon in Lissabon und im Musée d'Aquitaine in Bordeaux sowie 2023 im Ulmer Münster zu sehen und zu hören war.
Kühne gewann 2009 mit ihrem Soloprojekt den Studiopreis des Berliner Senats. Die CD Silver White Archives (im Duo mit Gebhard Ullmann) wurde 2014 für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert.
www.almutkuehne.de

Evi Filippou
Filippou begann mit sieben Jahre Schlagzeug zu spielen. Früh erhielt sie Unterricht. Sie besuchte das Konservatorium in ihrem Geburtsort, gab mit 16 Jahren erste Konzerte und zog 2011 nach Berlin, wo sie klassisches Schlagwerk an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin studierte und sowohl 2016 den Bachelor- als auch 2019 den Master-Abschluss mit Auszeichnung machte.
Filippou arbeitete als Solistin und Ensemblespielerin unter anderem im Volos Symphonie Orchester, dem Cyprus Symphony Orchestra. dem Orchester des Konzerthauses Berlin und dem Ensemble United Berlin. Als Gründungsmitglied des Opera Lab Berlin wirkte sie bei Musiktheater-Produktionen der Neuen Werkstatt der Staatsoper Berlin, aber auch im Hauen und Stechen Musiktheater Kollektiv mit.
Ihre eigenen Werke interpretiert Filippou mit ihrem Quintett inEvitable. "In ihrem Spiel hebt sie fast gleichwertig sowohl das Element des Tänzerischen hervor wie Experimentierlust." Ihr Album InEvitable wurde als Debütalbum mit dem Deutschen Jazzpreis 2023 ausgezeichnet.
Im ff duet arbeitete Filippou mit Katerina Fotinaki (dokumentiert auf Fotinakis Album Mixology), im Duo blowslap mit Saxophonist Hayden Chisholm und im Duo mit der Harfenistin Andrea Voets. Weiterhin trat sie im Trio mit der Vokalistin Lara Alarcón und der bildenden Künstlerin Natalia Manta auf, aber auch mit Savina Yannatou und Floros Floridis. Mit einem Solokonzert präsentierte sie sich beim Klaeng-Festival in Köln 2020. Im Duo mit Robert Lucaciu trat sie im Bergson Kunstkraftwerk auf. Stefan Schultze holte sie in sein Large Ensemble, Chris Dahlgren in sein Bandprojekt Dhalgren (Songs from a Dystopian Utopia), Benjamin Weidekamp in sein Quintett Ernte (Enja, 2024). 2024 war sie mit ihren Kompositionen zu Gast bei der NDR-Bigband. Seit 2021 organisiert sie jährlich das Berliner Festival Bitches Brew.
www.evifilippou.com

Felix Wahnschaffe
Der Alt-Saxophonist Felix Wahnschaffe wurde 1964 in Berlin geboren und studierte an der Universität der Künste, Berlin, bei David Friedman, Siggi Busch und Dave Liebman. Er arbeitete u.a. mit Ronnie Bourrage, Miroslav Vitous, John Tchicai, Alex v. Schlippenbach, Sam Rivers, Aki Takase, Simon Nabatov, Matthias Schubert, Ed Schuller, John Betsch und Steve Lacy zusammen. 1997 erhielte er das Senatsstipendium für Komposition des Landers Berlin, mit dem er seine Studien bei Lee Konitz, Ratzo Harris und Michael Longo in New York fortsetzte. Neben diversen Ensembles wie sein Orgeltrio "Orgonauten", die er leitet und für die er auch die Musik komponiert, liegt Wahschaffes künstlerischer Fokus seit zehn Jahren auf seinem renommierten Band "Das Rosa Rauschen", in der auf hohem Niveau kammermusikalisch-zeitgenössischer Jazz auf polyphoner Basis zum besten gegeben wird. Im Frühjahr 2009 erscheint die dritte CD der Band.
www.felix-wahnschaffe.de

Gerhard Gschlößl
Gerhard Gschlößl gehört zu einer nachwachsenden Szene, die sich von den
traditionellen Etiketten des Jazz erfolgreich befreit und in ein weites
Feld improvisierter Musik bewegt hat.(BZ)
Der Posaunist ist in Süddeutschland (Mainburg) aufgewachsen, studierte
Posaune und Komposition und lebt seit 2004 in Berlin.
Ulrich Steinmetzger über GG: "Sehr beweglich, muskulös und nah an der jeweiligen Basis hat der Posaunist
seinen Personalstil entwickelt.
Nichts ist hier kosmetisch glattpoliert oder ambitioniert überzogen. Seine
Musik ist glaubhaft, weil sie mit Ecken und Kanten daherkommt, weil sie den
Schmutz, der zum Leben gehört, nicht verbirgt. Das ist weder strenger
Mainstream noch pure Avantgarde. Man hört das Woher und ahnt ein Wohin."
Zusammenarbeit mit
Albert Mangelsdorff, Sam Rivers, Perry Robinson, Barre Phillips, Günther
"Baby" Sommer, Billy Hart, Aki Takase, Michael Mantler, Gianluigi Trovesi,
Karl Berger, Jerry Bergonzi, Danilo Gallo, Conny Bauer, Alexander von
Schlippenbach, Rudi Mahall, NDR-BigBand, Dt-Frz Jazzensemble, Sabir Mateen,
Kammerensemble Neue Musik Berlin, uva
www.gerhardgschloessl.de

Johannes Lauer
Johannes Lauer (*1982, Tübingen) ist laut Fachpresse "ein Musiker, den das tiefe Erkennen und Erdenken von musikalischen Aussagen kennzeichnet", "akribisch arbeitender Klangarchitekt", "Ideensammler und Weiterdenker", "technisch brillianter Posaunist auf der Höhe der Zeit" und "polyglotter Geschichtenerzähler".
Sein besonderes Augenmerk gilt dem Erlernen musikalischer Sprachen, dem Ensemblespiel, der Interpretation und der Improvisation.
Johannes Lauers Wirken als Musiker und Komponist erstreckt sich auf New Orleans Jazz bis Avantgarde, Neue Musik, experimentelle Pop-Musik, Film- und Bühnenmusik sowie traditionelle Musik aus Peru, Westafrika, Kolumbien, Brasilien, dem Alpenland und Transsilvanien.
www.johanneslauer.de

Isabel Omara Espichicoque Anders
Isabel Anders ist eine deutsch-kubanische Pianistin, Komponistin und Improvisatorin mit Sitz in Berlin. Ihr Ziel bei der Improvisation ist es, einen musikalischen Dialog mit anderen Interpreten zu führen und Ideen und Inspirationen aus verschiedenen Quellen und Kunstformen auf nicht-elitäre Weise zu einer zeitlosen Ausdrucksform verschmelzen zu lassen. Mit sechs Jahren begann sie ihr Klavierstudium an einer russischen Musikschule. Sie setzte ihre Ausbildung bei den Pianisten Prodromos Symeonidis und Vladimir Tropp fort und beschloss schließlich, sich auf ihre eigene Komposition und Improvisation zu konzentrieren, anstatt eine klassische Pianistin anzustreben. Diese Entscheidung führte sie dazu, eine Vielzahl von Kunstformen zu erkunden und ihre Studien bei Sascha Dragićević und Stefan Streich mit Schwerpunkt auf Komposition und zeitgenössischer Musik zu vertiefen. Ihr erstes veröffentlichtes Album basierte auf dem Gedichtband "Les Fleurs du Mal" von Charles Baudelaire, worauf mehrere Stücke für Streicher, Schlagzeug und Klavier komponiert wurden.
Isabel Anders spielte in Europa und Asien mit Gruppen und Improvisatoren wie: The London Improvisers Orchestra, The Berlin Improvisers Orchestra, Ignaz Schick, Marc Schmolling, Matthias Bauer, Horst Nonnenmacher, Jan Roder, Piotr Damasiewicz, Hubert Zemler, Romain Bertheau, Guilherme Rodrigues, Jung-Jae Kim, Gerhard Gschlößl, Sofia Borges, Edith Steyer, Vinicius Cajado, Willi Kellers, Tobias Delius, Toshimaru Nakamura, Edward Perraud, Taiko Saito, Antonis Anissegos, Yuko Kaseki, Manuel Miethe, Elo Masing, Johannes Fink, Eli Khentov, Rudolfo Paccapelo, Vincent Laju, Roman Stolyar, Martial Frenzel, Marcello Busato, Vojta Drnek... Auftritte bei: "Blurred Edges Festival" (Hamburg), KOLLEKTIV NIGHTS Festival (Berlin Kunstfarbik Schlot) "XJAZZ" (Emmauskirche Berlin), "STOP OVER - Residency" (Alte Münze Berlin)...
Seit 2022 übernimmt sie die künstlerische Leitung des Kühlspot Social Club e.V. Berlin. Im Oktober 2024 initiierte sie das "Piano Duo Festival für improvisierte und experimentelle Musik", das sich nun als jährliches Festival in Berlin etablieren soll.
www.isabel-anders.de

Marc Schmolling
Der Komponist und Pianist Marc Schmolling studierte Jazzklavier in München und lebt seit 2006 in Berlin.
Er spielte bisher mit beachtlichen Musiker*innen der internationalen zeitgenössischen Jazz- und Improvisationsszene. 2008 belegte Marc Schmolling den 1.Platz des Jazz Award Berlin. Das Marc Schmolling Trio wurde 2010 für sein Album "Live in Berlin/Vol. 1" (Wizmar Records) zum Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert. Marc Schmollings Solo Debütalbum "Not So Many Stars" erschien 2016 als Erstling seines Labels "Schmollingstones". Sein zweites Solo-Album "Suvenýr" erschien 2020 und landete in den Top Ten der Empfehlungen des Magazins "New York City Jazz Record".
Schmolling drittes Soloalbum "Live at Kühlspot" erschien im Herbst 2025.
Als Komponist und Arrangeur arbeitete Schmolling oft im Vokalbereich, z. B. für den Kammerchor des Dänischen Rundfunks, den Chor des Bayerischen Rundfunks und das Chorwerk Ruhr. Für die Fotografin Johanna Diehl schrieb Schmolling eine Auftragskomposition für ein mit 40 Objekten präpariertes Klavier, die Vernissage fand 2019 im renommierten zeitgenössischen Museum "Haus am Waldsee", Berlin statt.
2022 präsentierten die Münchener Philharmoniker die Uraufführung von Schmollings Suite "Excursions" zusammen mit Werken von Steve Reich und John Cage.
Im Sommer 2024 wurden seine Auftragsarrangements von Björk Songs für Frauenchor a cappella auf der Ruhr Triennale uraufgeführt.
Schmolling ist Mitbegründer des Jazzkollektiv Berlin, das seit 2008 jährlich sein Festival "Kollektiv Nights" organisiert und präsentiert.
www.marc-schmolling.de

Philipp Gropper
Philipp Gropper (Tenorsaxophon, Sopransaxophon, Komposition) wurde 1978 in Berlin geboren und begann mit sieben Jahren Saxophon zu spielen.
Seit seinem Studium des Jazzsaxofons an der UdK Berlin und zwei Jahren in der Konzertbesetzung des Bujazzo arbeitet er konsequent als freischaffender Saxofonist und Komponist und widmet den größten Teil seiner Zeit der Entwicklung und Verwirklichung seiner musikalischen Ideen.
2003 gründete er mit Ronny Graupe und Christian Lillinger das Trio HYPERACTIVE KID, 2012 sein Quartet PHILM, aktuell mit Elias Stemeseder, Robert Landfermann und Leif Berger, und 2013, wiederum eine gänzlich andere musikalische Welt erkundend, die elektroakustische Band TAU5 mit Philipp Zoubek, Petter Eldh, Ludwig Wandinger und Moritz Baumgärtner. Eine weitere kollektive Band startete er 2020 mit Grischa Lichtenberger und Gaia Mattiuzzi.
Konzerte mit diesen Bands und als Sideman führten ihn in über 40 Länder Europas, Afrikas, Asiens und Nord- und Südamerikas. Er hatte die Ehre, mit so wundervollen Musikerinnen und Musikern wie Ralph Towner, Jim Black, Bobby McFerrin, Kresten Osgood, Nasheet Waits, Evi Filippou, Olaf Rupp, Ceylan Ertem, Maria Joao, Paulo Cardoso, James Knapp, Kaja Drachsler, Kit Downes, Dan Nicholls, Günter Baby Sommer, Axel Dörner, Mat Maneri, Matthew Herbert, Changuito, DJ IllVibe, Bilderbuch, Marc Ducret, Nils Petter Molvaer, Ibadet Ramadani, SEEED, Peter Evans und vielen anderen die Bühne zu teilen.
Als Sidemann spielt er mit Wanja Slavin's Lotus Eaters, Pablo Held's Glow, The Killing Popes, Home Stretch, im European Movement Jazz Orchester u.v.a.
Philipp Gropper spielte über 60 Alben ein und ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe.
Im Zusammenhang mit seiner musikalischen Arbeit engagiert er sich in gesellschaftlichen und kulturpolitischen Fragen, er sieht Gemeinschaft und kollektive Arbeit als Antwort auf viele Probleme und Weg in die Zukunft. So war er u.a. maßgeblich beteiligt an der Gründung der IG Jazz Berlin, des Vereins zur Rettung des Musikhauses Forsterstraße, einer deutschlandweiten Initiative zum Thema Klassismus in der Musik und der Meta-Community "Future Bloom", der Erneuerung der DJU, er ist Mitglied im Jazzkollektiv Berlin und im Future Bash Collective.
Egal wohin seine Musik sich entwickelt und wie sie klingt - Philipp Gropper sieht diese immer als Auseinandersetzung mit afroamerikanischer Musik.
www.philippgropper.com

Ronny Graupe
Ronny Graupe wurde 1979 in Karl-Marx-Stadt geboren. Sein Musikstudium absolvierte er an der Hochschule für Musik und Theater Felix-Mendelssohn-Bartholdy in Leipzig und dem Rytmisk Musikkonservatorium in Kopenhagen, Dänemark bei Richie Beirach und Christian Röver. Er ist erster Preisträger des Landeswettbewerbes "Jugend musiziert ‚äì Jugend jazzt", 1997 in Sachsen. 2001 erwarb er den Jazznachwuchspreis der Stadt Leipzig und der Marion Ermer Stiftung. 1998 - 2001 war er Mitglied im "Bujazzo" unter der Leitung von Peter Herbolzheimer. 2003 gründete er mit dem Saxophonisten Philipp Gropper und dem Schlagzeuger Christian Lillinger die Band Hyperactive Kid. Seit 2004 lebt er in Berlin und arbeitete mit Médéric Collignon, Ulrich Gumpert, Axel Dörner, John Schröder, Daniel Erdmann, Jonas Westergaard u.a. zusammen. Die aktuellste Produktion als Sideman ist die bei ACT-Music erschienene CD "Berlin Calling". Konzerte führten ihn nach Spanien, Dänemark, Schweden, Polen, Frankreich und England.
www.ronnygraupe.de

Taiko Saito
Saito begann im Alter von sechs Jahren Marimba zu spielen; später kamen Klavier und Schlagzeug hinzu. Acht Jahre lang erhielt sie von der Marimba-Virtuosin Keiko Abe Unterricht. Sie studierte an der Tōhō-Musikhochschule in Tokyo und schloss als damals erste Marimbaphon-Solistin mit einem Diplom ab. 1997 begann sie sich mit Improvisation und Komposition zu beschäftigen. 1998 zog sie nach Berlin, um bei David Friedman an der Universität der Künste zu studieren. Rupert Stamm holte sie 2005 in sein Vibraphon-Quartett Xylon (mit Tom van der Geld und Franz Bauer). 2006 veröffentlichte sie ihr erstes Album Koko gemeinsam mit dem Pianisten Niko Meinhold bei Pirouet Records. Im Trio Kokotob mit Meinhold und dem Klarinettisten Tobias Schirmer, das seit 2008 besteht, trat sie 2017 beim Nürnberger Festival Vibraphonissimo auf.
Saito spielte mit Orchestern wie dem Sapporo Symphony Orchestra oder dem Orchestre d’Auvergne. Bei den 5. Internationalen Schostakowitsch-Tagen Gohrisch 2014 war sie an der Uraufführung von Sofia Gubaidulinas Werk "So sei es" als Schlagwerkerin beteiligt; das Werk erschien mit kammermusikalischen Werken von Viktor Suslin im selben Jahr auf dem Album In Memoriam. Auch gehörte sie zu verschiedenen Bands, etwa Lunatique Asylum um Oliver Potratz und dem Trickster Orchestra, mit denen sie international auftrat. Weiterhin ist sie als Lehrerin an der Neuen Musikschule Berlin tätig. Saito gewann den 1. Preis beim 3éme Concours International de Vibraphone Claude Giot, den 3. Preis bei der World Marimba Competition, den NTT-DoCoMo-Preis und den 1. Preis beim Berliner Jazz & Blues Award 2002. 2023 wurde sie mit dem Jazzpreis Berlin ausgezeichnet. 2024 erhielt sie den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie "Schlagzeug/Perkussion."
www.taikosaito.net

Wanja Slavin
Wanja Slavin, geboren 1982 in Freiburg im Breisgau, ist ein vielseitiger und renommierter Musiker. Er studierte am Richard-Strauss-Konservatorium in München bei Leszek Zadlo und erhielt Kompositionsunterricht bei Vadim Werbitzky. Darüber hinaus absolvierte er ein Studium der Filmkomposition an der HFF Potsdam-Babelsberg bei Prof. Ulrich Reuter.
Er lebte unter anderem in München und Berlin und wohnt seit 2011 zurückgezogen in einem Waldgebiet in Brandenburg.
Slavin leitet mehrere eigene Projekte, darunter libelle, LIUN & The Science Fiction Band und Lotus Eaters. Darüber hinaus ist er ein gefragter Sideman der deutschen und internationalen Jazzszene. Er arbeitete unter anderem mit Norma Winstone, Peter Evans, Ben van Gelder, Bill McHenry, Cécile McLorin Salvant, Christian Lillinger, John Clayton, Martin France, Nasheet Waits, Nate Wood, Ralph Alessi, Reinier Baas, Savannah Harris und vielen weiteren Künstlerinnen und Künstlern zusammen.
Tourneen führten ihn in zahlreiche Läänder, und er trat auf renommierten Festivals wie dem Münchner Klaviersommer, dem Kopenhagen Jazz Festival, dem Cheltenham Jazz Festival, dem Moers Festival und dem London Jazz Festival auf.
Slavin wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem ECHO Jazz 2014 als "Bester Instrumentalist National" (Kategorie Holzbläser), dem 1. Preis beim BMW Welt Jazz Award, dem Neuen Deutschen Jazzpreis als Solist (2022) sowie dem Jazzpreis Brandenburg (2025).
Seine Diskographie umfasst über 50 Alben. Darüber hinaus wirkte er an zahlreichen Rundfunkproduktionen für ARD, BR, ARTE, BBC und Deutsche Welle mit.
Seit 2007 ist er Mitglied des Jazzkollektivs Berlin und hat bislang 23 Festivals mitorganisiert. Er unterrichtete in Workshops und Meisterklassen unter anderem am Jazzcampus Basel, an der Sibelius Academy in Helsinki und an der Jazz-Institut Berlin (JIB).
www.wanja-slavin.de